| Viele Frauen, die der Frauen-Notruf seit mehr als 20 Jahren auf ihrem Weg aus gewalttätigen Beziehungen begleitet, haben Kinder. Für diese Kinder ist häusliche Gewalt eine allgegenwärtige und bittere Realität. Sie erleben mitunter über Jahre hinweg mit, wie ihr Vater ihre Mutter beschimpft, kontrolliert, schlägt, würgt, vergewaltigt. Die Mädchen und Jungen haben oft existentielle Ängste, fühlen sich hilflos und schuldig. Ihre Entwicklung und Entfaltungsmöglichkeiten sind erheblich beeinträchtigt. Häufig wird die miterlebte Täter- und Opferrolle in die spätere Beziehungsgestaltung übernommen. Die Kinder- und Jugendberatungsstelle „phoenix“ nimmt zu betroffenen Kindern und Jugendlichen Kontakt auf und bietet ihnen eine altersgerechte Hilfe an. |
|
Kinder und Jugendliche erhalten Unterstützung, um die erlebte Gewalt in Worte zu fassen und sie zu verarbeiten. Ihre Bedürfnisse, ihre Erfahrungen und ihre Fähigkeiten stehen dabei im Fokus. Neben diesem offenen Beratungsangebot sucht „phoenix“ die betroffenen Kinder und Jugendliche an ihren Alltagsorten wie Schule, Kindergarten oder Jugendzentrum auf. So werden betroffene Kinder und Jugendliche erreicht, die den Weg in eine Beratungsstelle nicht von selbst finden würden. Altersgerecht werden die Themen „Schutz vor Gewalt“ und „Entwicklung von Gewalt in der Partnerschaft“ behandelt. Und dabei konkrete Unterstützung angeboten. Die Auerbach Stiftung hilft „phoenix“ einen wichtigen Beitrag zur Verhinderung von Gewalt zu leisten. |